Der erste Michel, der es wagt zu behaupten, dass Michelbeke nach seinem Namen genannt ist,ist ein Lügner, der seine Geschichte nicht kennt. Er hat nicht mit den Germanen gerechnet. Sie kamen viel früher in diese Gegend vorbei. Die Römer waren gerade erst verschwunden, als sie die bewälderte Gegend um den Zwalmbach und den Bombach anliefen. Jeder allzu mündige Michel sollte also besser die Klappe halten. Oder er könnte mal schlimm in den Dreck gezogen werden.

Stellt sich heraus, dass Michelbeke aus den germanischen Wörtern ‚miglo‘ und ‚beca‘ stammt, die beziehungsweise stehen für „auf Urin gleichender Schlamm‘ und ‚Bach‘. Zum Glück gibt es in Michelbeke nichts mehr von diesem  übelriechenden Geruch übrig. Ganz  im Gegenteil. Die Einwohner tun ihr Bestes um ihrem schönen Dorf reichlich von Blumen zu versehen. Es ist also vor allem ein wohlriechendes Dorf und daran wird kein einziger Schlammbach etwas ändern können.

De Sint-Sebastiaanskerk“ (die Sankt-Sebastians-Kirche) : Schutzheiliger Sankt-Sebastian wurde damals gegen die Pest , die unter das Vieh wütete, angebetet und  noch jedes Jahr gibt es einen Reiterumgang, der am 3. Sonntag des Junis zu seiner Ehre gehalten wird. Seine Kirche liegt etwas versteckt auf dem Dorfsplatz. Sie ist klassizistisch von Stil, datiert von 1792-1794, aber der Turm steht da schon etwas länger : Beginn des 16.  Jahrhunderts. Innen hängen viele Kunstschätze, sowie z.B. das Gemälde aus dem 16. Jahrhundert : Die Anbetung durch die Hirte, auf dem das Wappen von Petrus Blondel  Herrn von Sint-Maria-Oudenhove und Michelbeke, zu sehen ist.

Die Boembeke-Mühle: Dieses Denkmal der ländlichen Kultur wurde zum ersten Mal dargestellt auf einer Rollkarte, die 1624 im Auftrag des Klosters „Van Nieuwenbos“ gemacht wurde und es ist heutzutage in sehr baufällligem Zustand. Aber die Mühle ist seit 2005 ein beschütztes Monument und „vzw Natuurpunt“ (Naturpunkt)hat den Ehrgeiz,diese Mühle wieder drehen zu lassen. In der unmittelbarer Nähe befinden sich einige alte Hochstammobstgärten, die von „Natuurpunt „ angekauft wurden. Die Kapelle die beim Obstgarten an den „ Langendries„ anschließt, wurde gründlich renoviert. Die Boembeke-Mühle möchte wieder eine mahlfertige Mühle sein, die außerdem grünen Strom erweckt und Raum bietet, wo man Besucher an das Naturgebiet“Middenloop Zwalm“  (Mittellauf Zwalmbach) empfangen kann. Die Restauration der Mühle will sowohl der sanften Erholung als auch der Naturentwicklung einen starken Antrieb geben.

Die Neigung „de Berendries“: Radfahrer bestempeln diesen Abhang mit dem Namen Wadenbeißer. Womit angegeben wird, dass diese Wölbung in der Landschaft diejenigen, die darüber müssen mit dem Fahrrad, weh tun kann. Der Berendries liegt auf dem Weg zwischen Michelbeke und Sint-Maria-Oudenhove. Das Besteigen ist ungefähr 800 m lang und überbrückt auf dieser Strecke einen Höhenunterschied von 66 m. Gut für 8 %.