Ist mit seinen 6500 Einwohnern der größte Kern der Gemeinde. Viele Leute also, und wo es viele Leute gibt, gibt es Versorgungen.

Nederbrakel ist das Verwaltungszentrum von Brakel, wo Leute nicht nur für alle ihre Diensten zurechtgeholfen werden, sondern auch auf kulturellem Gebiet zu ihrem Recht kommen. Es gibt Geschäfte und Betreuungszentren, sowie anderswo in der  kultivierten Welt. Nederbrakel verdankt den großen Zulauf natürlich seiner günstigen Lage  auf der Kreuzung von Wegen, die nach umliegenden Städten führen, sowie nach Ronse, Oudenaarde, Zottegem und Geraardsbergen. Im Jahre 1515 verfügte die Gemeinde schon über einen überdachten Markt und damals schon gab es einen wöchentlichen Markttag. Aber Nederbrakel muss was betrifft Natur den mehr pittoresken Teilgemeinden von Brakel  nicht nachgeben. Mit seinen zwei außerordentlichen hohen Aussichtspunkten, dem „Valkenberg „(Falkenberg) und dem „Toepheuvel“ (Toephügel) können sie sich dort aufs hohe Pferd setzen. Auf dem „Toepheuvel“ befindet sich das Toepschloss und der Toeppark, wo die unversiegbaren Quellen auf einer Höhe von 100 Metern entspringen.

Die Kirche von“ Sint-Pietersbanden“: Wenn man die Glocken läuten hört, wird man schon wissen, wo der Klöppel hängt, denn es gibt 49 Glocken  im Turmglockenspiel, das 1959 installiert wurde. Die Kirche selbst ist verhältnismäßig jung. Sie wurde 1828 ganz verbaut und vergrößert, aber der monumentale gotische Turm ist noch derselbe der ersten Kirche aus 1515-1551. Das Mobilär ist zum größten Teil aus dem 18.  Jahrhundert, sowie die Kanzel die im Jahre 1760 von Damianus De Staercke gemacht wurde.

Die Toepkapelle : Auf dem Weg nach Lierde liegt auf dem Gipfel des Abhangs bei den Top-Quellen eine Kapelle die nach ihrer Lagerung genannt ist. Als die Deutschen Anfang November 1918 von den Engländern zurückgedrängt wurden und plündernd zum Rückzug bliesen, sah es nicht gut aus für Nederbrakel,aber am 11. November kapitulierten die Deutschen und aus Dank für den Frieden bauten die Einwohner von Nederbrakel im Jahre 1924 eine Kapelle zur Ehre von Sankt-Joseph, dem Schutzheiligen von Belgien während  „den grooten oorlog“ (des Großen Krieges).

 Die Top-Quellen und Park: Die berühmten Quellen wo das hervorquellende Wasser seit 1898 in Flaschen gegossen wird, liegen in einem prachtvollen botanischen Park, der Privateigentum ist aber dennoch auf Verabredung besucht werden kann.

 Das Schloss der Top-Quellen: liegt an der „Brusselsestraat“ (Brüsseler Straße), ist neoklassizistisch, und gebaut im Jahre 1873.

 Kinderbauernhof Diggie : Stadtleute, die mal mit eigenen Augen sehen wollen wie eine echte Ziege oder eine Kuh aussieht, können das in diesem schönen Viereckbauernhof. Kinder und Jugendliche, die das Leben auf dem Bauernhof besser kennenlernen wollen, können  hier zu Besuch kommen oder ein Lager machen und als ausgelernte Bauern zurück heimgehen.

 Brauerei „De Graal“ : Eine junge, handwerkliche und automatisierte Brauerei, gegründet im Jahre 2002 von dem diplomierten Brauer Wim Sayens. Er braut 6 verschiedene Biere unter dem Namen  „De Graal“. Weiter sind auch Biere auf Maß verfügbar.

 Die “ Rijdtmeersen“: Ein Erholungspark von 5,5 ha . Durch einen Klappenstaudamm gerät der Überlauf des „Molenbeek“ (Mühle-Baches) in den Rijdtmeersteich. Der Teich ist also  nicht nur als Fischteich für Angler, sondern auch als Wasserbecken bestimmt. Um den Teich herum liegt ein Spazierpfad, der durch die ganze Domäne läuft.

„De Valkenberg“ (Der Falkenberg) : Ein Hügel der als Berg durch das Leben gehen darf, gestützt von dem Ruf der die Radfahrer in der Rundfahrt von Flandern zusammengefahren haben. Manche Berge sind leichter  klein zu machen als dieser Hügel. Nur 98 m hoch aber über einer Länge von 875 m sorgt seine Neigung für einen Höhenunterschied von 53 Metern.

Das Fahrradmonument steht auf dem Verkehrskreis in Nederbrakel. Das Denkmal wurde im Jahre 2005 verwirklicht, als Brakel den Titel ‚Dorf der Rundfahrt‘ tragen durfte.